Brief an alle Psychiater/-innen

 
 
Sehr geehrte Ärztinnen und Ärzte der Psychiatrie,      Dorf im Bohnental, den 01. Oktober 2019
 
Sie maßen sich an, meinen Geist und meine Seele besser zu kennen als ich selbst. Sie sind anmaßend überheblich. Was erlauben Sie sich?
Meinen Geist und meine Seele, mich selbst kenne ich selbst am besten. Wie wollen Sie wissen, was in mir vorgeht. Selbst wenn ich es Ihnen sage, legen sie es falsch aus.
Sie sehen mich nur von außen. Was in mir ist, sehen und wissen Sie nicht. Das weiß nur ich selbst, da es mein Inneres ist, nicht Ihres. Deshalb kann auch nur ich selbst wissen und erkennen, was und wer ich bin und was in mir geschieht. Das können Sie als Außenstehende gar nicht wissen, sehen und erkennen. Ihr Doktoren- und Professorentitel ändert nichts an der Tatsache, dass Sie außen stehen und nur ich innen stehe und dass es sich um mein Inneres handelt, nicht um Ihres. Es ist mein Geist und meine Seele, um die es geht, nicht Ihr Geist und Ihre Seele. Mein Inneres, mein Geist und meine Seele gehören mir, nicht Ihnen. Deshalb habe auch nur ich das Recht, darüber zu verfügen. Was sie tun, ist eine Bevormundung, ein Eingriff in meine Persönlichkeitsrechte, der unrechtmäßig ist. Indem Sie behaupten, besser über mich Bescheid zu wissen als ich selbst, verletzen Sie meine Menschenrechte und meine Menschenwürde. Nur ich selbst weiß über mich Bescheid, niemand sonst, auch Sie nicht. Wenn Sie das bestreiten, verstoßen Sie gegen mein Recht auf Selbsterkenntnis und Selbstbestimmung. Ihr Doktoren- und Professorentitel bezieht sich nur auf äußeres Wissen über mich. Nur ich selbst verfüge über Innenwissen. Da es um mein Inneres geht, liegt die Kompetenz bei mir, nicht bei Ihnen, woran Ihr Doktoren- und Professorentitel nichts ändern kann.
 
Sie stellten mir schon vor Jahrzehnten aus Ihrem Unwissen über mich die falsche Diagnose einer "paranoiden Schizophrenie". Sind Sie sich darüber bewusst, was Sie mir damit an Leid antaten und zufügten? Sie haben mich damit lebenslänglich abgestempelt. Sie haben mich zu lebenslänglich "paranoid schizophren" verurteilt.
Sie tun das Gleiche wie die gewöhnlichen Leute, wenn sie mich lebenslänglich abstempeln als "Verrückten" und damit ebenfalls zu lebenslänglich "verrückt" verurteilen. Der einzige Unterschied, der zwischen Ihnen und den psychiatrischen Laien besteht, ist der, dass Ihre Diagnose "paranoid schizophren" lautet und die der psychiatrischen Laien "verrückt". Im Grunde genommen bedeuten die Begriffe "paranoid schizophren" und "verrückt" das Gleiche. "Paranoid schizophren" differenziert das "Verrückt-Sein" nur ein wenig, ordnet das "Verrückt-Sein" nur in eine bestimmte Gruppe des "Verrückt-Seins" ein. Sonst besteht kein Unterschied zwischen den zwei Begriffen. Was Sie können, kann jeder Laie genau so gut: Menschen aus Unwissenheit lebenslänglich abstempeln und verurteilen. Ich bin nicht im Unterbegriff "paranoid schizophren" und bin auch nicht  im Oberbegriff "verrückt!" bzw., wie Sie das "Verrückt-Sein"  im Oberbegriff überschreiben: "psychotisch". Noch einmal: Ich bin nicht psychotisch und bin nicht paranoid schizophren!
 
Was Sie als "paranoid schizophren" diagnostizierten, ist keine Krankheit, sondern ein seelisches Leiden, das gänzlich psychologisch, sozialpsychologisch und spirituell begründet ist und vollständig erklärt werden kann.
Auf dem Weg meines literarischen Schaffens bin ich dabei, dies zu tun: Die Gründe meines seelischen Leidens psychologisch, sozialpsychologisch und spirituell aufzudecken und zu erklären. Dabei lasse ich mir von Ihnen nicht besserwisserisch hinein reden, weil Sie davon überhaupt nichts wissen können. Darüber kann nur ich selbst Bescheid wissen.
 
Aus den genannten Gründen verbiete ich Ihnen, mir Ihre aus Unwissen über mich falschen Diagnosen zu erstellen. Damit schließe ich zugleich auch aus, von Ihnen behandelt zu werden, da Sie ohne Diagnose nicht behandeln dürfen.
Ich bin selbst mein bester Arzt und mein bester Therapeut für mein seelisches Leiden. Meine Methode und meine Therapie ist mein literarisches Schaffen.
 
mit freundlichen Grüßen
Hans-Erich Kirsch
 
Anlage:
Meine Patientenverfügung (gemäß § 1901a BGB) vom 13.02.2014 einschließlich ärztlichem Attest gleichen Datums
 
In einem YouTube-Video habe ich meine Patientenverfügung vorgelesen. Hier ist der Internetlink, der zu diesem YouTube-Video führt. Klicken Sie bitte an:
 
Zu meinem Brief an alle Psychiater/-innen passt auch gut eine neue Playlist, die ich am 02.10.2019 bei YouTube anlegte und die überschrieben ist: Schizophrenie ist keine Krankheit. Hier ist der Internetlink, der zu dieser Playlist führt. Klicken Sie bitte an: