Ein ganz konkreter Fall von "akuter paranoider Schizophrenie"

Zur Information
 
Die Mediziner orientieren sich an einem Modell, das ICD 10 genannt wird.  Für die Psychiater ist das Kapitel 5 des ICD 10 zuständig. Wenn Sie den folgenden Internetlink anklicken, erscheint Kapitel 5 des ICD 10. Klicken Sie bitte an:
 
 
Und nun zum ganz konkreten Fall von "akuter paranoider Schizophrenie":
 
 
 
 
 
 
 
 
 

 

Wie leicht und gut zu erkennen ist, ist die oben abgebildete Akte des St. Nikolaus-Hospitals Wallerfangen eine tatsächlich vorhandene Akte aus dem Jahr 2006 eines tatsächlichen Falles einer richterlichen Unterbringung im Jahr 2006. Der Name des wegen "akuter paranoider Schizophrenie" Untergebrachten ist zugedeckt. Für diesen Mann erfinde ich nun den Namen "Kurt Wunderlich".
 
Zu diesem Bericht des St. Nikolaus-Hospitals Wallerfangen
 
1. Unter "Aufnahmesituation und aktuelle Anamnese" steht:
 
a) "Herr Wunderlich bestätigt den Streit mit seiner Lebensgefährtin, führt diesen aber nicht weiter aus. Aufgrund des sprunghaften, z.T. auch gesperrten Denkens gestaltet sich die Anamnese etwas schwierig, wobei Herr Wunderlich sich sichtlich bemüht, die an ihn gestellten Fragen zu beantworten, wobei er den Sinn aber nicht immer gänzlich zu erfassen scheint. Zum Teil sind auch seine Antworten schwierig einzuordnen, zum Beispiel er sei "mit und vor Gott" verheiratet oder "Sie als Psychiater, Sie wissen es."
 
Herrn Wunderlichs Denken war weder sprunghaft noch gesperrt. Auch verstand er den Sinn der an ihn gestellten Fragen sehr wohl, gab aber auf die meisten Fragen keine Antworten, weil er wusste, dass die Antworten, die er geben würde, falsch verstanden und ausgelegt worden wären. Die wenigen Antworten, die er gab, wurden ja auch falsch verstanden und ausgelegt. Als er gesagt hatte, dass er "mit und vor Gott" verheiratet wäre und "Sie als Psychiater, Sie wissen es", meinte er damit, dass er mystische Erfahrungen, der Unio Mystika ähnlich, gemacht hatte und dass Psychiater mit ihrem hohen Bildungsstand über genügend Allgemeinwissen verfügen sollten, um zu wissen, dass seine Aussagen im mystischen Sinn zu verstehen waren. Leider verstand Herr Dr. Rolinger diese, seine Aussagen aber nicht und legte sie falsch aus.
 
b) "Fremdanamnestisch erfahren wir über seine Schwester, dass Herr Wunderlich in den letzten Wochen einen Verfolgungswahn entwickelt habe, geäußert habe, dass sich eine Bürgerwehr gegen ihn gegründet habe."
 
Herr Wunderlich hatte keinen Verfolgungswahn entwickelt. Seine soziale Situation im Dorf und in der ländlichen Umgebung war wirklich so, dass die Bürger überall, wo er war, aufpassten, was er sprach und wie er sich verhielt. Die Bürger warteten darauf, dass Herr Wunderlich ihnen einen Grund liefern würde, um die Polizei zu rufen. In diesem Sinn hatte sich wirklich eine Bürgerwehr gegen ihn gegründet.
 
 
2. Unter "Aktuelle soziale Situation" steht:
 
a) "Im gleichen Haus wohne die Tochter seiner Schwester, sowie ein Onkel, der ebenfalls psychisch krank sei."
 
Im gleichen Haus wohnte nicht die Tochter, sondern der Sohn seiner Schwester. Der Onkel, der im gleichen Haus wohnte, war nicht psychisch krank. Er war nie in psychiatrischer Behandlung gewesen und hatte demzufolge nie eine psychiatrische Diagnose gestellt bekommen. Dieser Onkel Kurt Wunderlichs war minderbegabt. Im Gegensatz zu seinem Onkel, war Kurt Wunderlich über- bis hochbegabt.
 
b) "Herr Wunderlich habe die Mittlere Reife gemacht und habe ursprünglich Einzelhandelskaufmann gelernt."
 
Kurt Wunderlich war nicht Einzelhandelskaufmann, sondern ausgebildeter Kaufmann im Groß- und Außenhandel. Der Beruf des Kaufmanns im Groß- und Außenhandel ist von höherer Qualifikation als der Beruf des Kaufmanns im Einzelhandel.
 
 
3. Unter "Psychiatrische Anamnese" steht:
 
a) "Er habe Größenideen, ein überragender Dichter zu sein, habe sich durch die Produktion von Büchern und CD`s verschuldet"
 
Von Größenideen hatte Kurt Wunderlich nichts gesagt, auch nicht, er sei ein überragender Dichter. Er war ein Dichter bzw. Autor oder Schriftsteller. Kurt Wunderlich hatte zwar Bücher und CD´s produziert, er hatte sich damit aber nicht verschuldet.
 
b) "Er suche die Schuld bei anderen, er sei normal und nicht krank"
 
Kurt Wunderlich suchte die Schuld nicht generell bei anderen, sondern da, wo sie war. Er war nicht normal und wollte nicht normal sein. Normal zu sein, betrachtete er als kollektives Krank-Sein. Gerade in seinem positiven Nicht-Normal-Sein sah er sein Gesund-Sein.
 
c) "Er habe schon häufig mit Suizid gedroht, überwiegend in Zusammenhang mit Kränkungssituationen"
 
Kurt Wunderlich hatte nie mit Suizid gedroht und hatte nie einen Suizidversuch unternommen. Oft wurden seine Aussagen aber falsch ausgelegt als Drohen mit Suizid.
 
d) "Er habe sich immer wieder in -meist religiöse- Extreme gestürzt, überwiegend im Rahmen der Hare Krishna-Bewegung."
 
Kurt Wunderlich beschäftigte sich seit 1977 mit fernöstlicher Religiosität und Spiritualität, vor allem mit der Hare Krishna-Bewegung. Ob fernöstliche Spiritualität und Religiosität extrem ist, ist Ansichtssache, also eine subjektive Auslegung.
 
e) "Unter Alkoholeinfluss werde er aggressiv, distanzlos, sexuell übergriffig."
 
Kurt Wunderlich wurde unter Alkoholeinfluss nicht immer, sondern nur manchmal, d.h. nur wenn er stark alkoholisiert war, distanzlos und sexuell übergriff. Aggressiv wurde er unter Alkoholeinfluss sehr selten. Wenn dies geschah, hatte man ihm Grund dafür gegeben, so dass er sich wehren musste.
 
 
4. Unter "Psychisch/Neuropsychologischer Befund" steht:
 
"Formaler Gedankengang aufgelockert, sprunghaft, z. T. aber auch gesperrt mit zusätzlichen Wortfindungsstörungen."
 
Ich wiederhole: Kurt Wunderlichs formaler Gedankengang war zwar aufgelockert, d. h. nicht starrsinnig, aber nicht sprunghaft und nicht teilweise gesperrt. Die "zusätzlichen Wortfindungsstörungen" waren keine Wortfindungsstörungen, sondern erklärten sich so: Kurt Wunderlichs Sprechen stockte manchmal kurz, weil er ein intelligenter Mann war und in diesen Sprechpausen überlegte, welches von mehreren zur Verfügung stehenden Wörtern am besten passte, um das, was er sagen wollte, möglichst genau zu formulieren.
 
 
5. Unter "Beurteilung, Therapie und Verlauf" steht:
 
a) "Aufgrund der anzunehmenden Fremdgefährdung im häuslichen Bereich und einer hier gesehenen psychomotorischen Angespanntheit, beantragten wir einen Unterbringungsbeschluss."
 
Was da steht, stammt von Dr. Engel. Dr. Engel und zwei Polizisten waren am 03.10.2006 in der Wohnung von Kurt Wunderlich. Seine Freundin hatte die Polizei gerufen. Die Polizei rief Dr. Engel an. Die zwei Polizisten saßen Stunden lang bei Kurt Wunderlich am Tisch, da Herr Wunderlich als Gefahr gesehen wurde.
Dr. Engel nahm eine Fremdgefährdung im häuslichen Bereich an und meinte, eine psychomotorische Angespanntheit bei Kurt Wunderlich gesehen zu haben. Deshalb vermerkte er auf der Einweisung ins St. Nikolaus-Hospital Wallerfangen "Gefahr im Verzug". Kurt Wunderlich wurde im Krankenwagen nach Wallerfangen gefahren. Hinter dem Krankenwagen fuhr die Polizei. Demnach wurde Herr Wunderlich für hochgefährlich gehalten. Dies war ein real existierender Witz, da Kurt Wunderlich überhaupt nicht gefährlich war. Bei diesem Einsatz handelte es sich sich um eine völlig unnötige und unsinnige Verschwendung von Steuergeldern.
Die Annahme einer Fremdgefährdung im häuslichen Bereich war eine falsche Annahme. Kurt Wunderlichs "psychomotorische Angespanntheit" war eine völlig normale, natürliche Reaktion seines Organismus, die bei jedem Menschen aufgetreten wäre, der sich in der Situation Kurt Wunderlichs befunden hätte.
Kurt Wunderlich gefährdete niemanden. Er stellte für niemanden eine Gefahr dar. Was mit Kurt Wunderlich am 03.10.2006 gemacht wurde, war ein sehr böses Spiel, das darauf beruhte, dass Herr Wunderlich von Dr. Engel völlig falsch eingeschätzt worden war und dann auch im St. Nikolaus-Hospital von Dr. Rolinger und Dr. Dokter ebenfalls völlig falsch verstanden und eingeschätzt wurde. Dr. Engel, Dr. Rolinger und Dr. Dokter sahen Kurt Wunderlich nur von außen und beurteilten seine äußeren Reaktionen völlig falsch. Was wirklich in Kurt Wunderlich vorging, wusste nur er selbst. Der Unterbringungsbeschluss war völlig unnötig und unsinnig.
 
b) "Wir führten die Vormedikation aus Solian fort und gaben aufgrund deutlicher aggressiver Gespanntheit Tavor, das wir im weiteren Verlauf ausschlichen. Aufgrund des erhöhten Prolaktinspiegels empfahlen wir Herrn Wunderlich eine überlappende Umstellung auf Seroquel, dem er zu Beginn zustimmte. Eine vollständige medikamentöse Umstellung (mit letztlichem Absetzen von Tavor und Ausschleichen von Solian) war nicht möglich, da Herr Wunderlich am 22.10.2006 die stationäre Behandlung abbrach. Herr Wunderlich gab an, Seroquel nicht zu vertragen, gab Gefühle an ähnlich denen eines Herzinfarkts, und bat mehrmals auf andere Verteilung auf den Tag. Wir konnten uns mit ihm auf eine Tagesdosis von 350 mg einigen, sehen aber wenig Compliance für dieses Medikament nach Entlassung. Herr Wunderlich wurde über das ungünstige Nebemwirkungsprofil von Solian informiert. Am 23.10.2006 erschien Herr Wunderlich nicht mehr aus einer Wochenendbeurlaubung."
 
Kommentar erfolgt demnächst.
 
 
6. Unter "Medikation bei Entlassung" steht:
 
Solian Tbl. mg            100-0-200-0
Seroquel Tbl. mg        75-75-100-100
Tavor Tbl. mg             0,5-0-0-0
 
Diese Dosierung der Medikamente war viel zu hoch. Diese Dosierung der Medikamente entsprach einem Mord an Kurt Wunderlichs vitalem und seelischem Leben. Hätte er diese Dosierung nach der stationären Behandlung im St. Nikolaus-Hospital Wallerfangen beibehalten, hätte er nichts mehr tun können, als Tag und Nacht zu liegen und hätte im Liegen Qualen erleiden müssen. Hätte er diese Dosierung der Medikamente beibehalten, wäre er schon längst ein Pflegefall in einem Pflegeheim.
Kurt Wunderlich war nicht grundsätzlich gegen diese Medikamente, sondern nur gegen die viel zu hohe Dosierung. Er nimmt seine Medikamente noch heute ein, aber in einer viel niedrigeren Dosierung. Aktuell nimmt Kurt Wunderlich seine Medikamente in folgender Dosierung ein:
 
Solian Tbl. mg              100-0-0-0
Seroquel Tbl. mg          0-0-0-  50
 
Mit dieser, von ihm selbst bestimmten Dosierung, kann Kurt Wunderlich noch einigermaßen befriedigend am Leben teilnehmen, doch mit der viel zu hohen Medikation des St. Nikolaus-Hospitals Wallerfangen wäre er schon lange nicht mehr fähig, am Leben teilzunehmen. Er wäre, um es zu wiederholen, schon längst ein Pflegefall in einem Pflegeheim.
Kurt Wunderlich nimmt noch heute seine Medikamente in der von ihm selbst bestimmten Dosierung ein, obwohl er nicht psychisch krank ist. Die Leiden eines psychisch Kranken kommen aus dem Inneren des psychisch Kranken. Herrn Wunderlichs Leiden kommen jedoch nicht von innen aus ihm selbst, sondern von außen aus seiner menschlichen Umgebung. Seine äußere menschliche Umgbung ignoriert ihn, grenzt und schließt ihn aus, isoliert ihn und mobbt ihn, vor allem eben dadurch, dass man ihn als Psychisch Kranken bzw. Verrückten, der weggesperrt werden müsste, betrachtet, bezeichnet und behandelt. Um diesem Stress, der ihm täglich von seiner menschlichen Umgebung gemacht wird, gewachsen zu sein, nimmt er noch heute seine Medikamente. Ich wiederhole: Kurt Wunderlich nimmt noch heute seine Medkamente in der von ihm selbst bestimmten Dosierung ein, obwohl er nicht psychisch krank ist.
 
 
7. Unter "Zusammenfassend" steht:
 
"Zusammenfassend führten ein paranoides Syndrom mit psychomotorischer Angespanntheit und zunehmende Impulskontrollverluste zur stationären Erstaufnahme. Im medizinischen Diagnosemodell wäre eine paranoide Schizophrenie mit stabilem Residuum (ICD 10:F20.02) zu diagnostizieren. Psychodynamische oder interaktionelle Hintergründe für das gezeigte Verhalten und Erleben konnten nur unzureichend eruiert werden."
 
Kommentar erfolgt demnächst.
 
 
 
An diese Stelle passt mein Brief an alle Psychiater/innen wie die Faust aufs Auge. Deshalb wiederhole ich ihn hier noch einmal:
 
Sehr geehrte Ärztinnen und Ärzte der Psychiatrie,
 
Sie maßen sich an, meinen Geist und meine Seele besser zu kennen als ich selbst. Sie sind anmaßend überheblich. Was erlauben Sie sich? Meinen Geist und meine Seele, mich selbst kenne ich selbst am besten. Wie wollen Sie wissen, was in mir vorgeht. Selbst wenn ich es Ihnen sage, legen sie es falsch aus. Sie sehen mich nur von außen. Was in mir ist, sehen und wissen Sie nicht. Das weiß nur ich selbst, da es mein Inneres ist, nicht Ihres. Deshalb kann auch nur ich selbst wissen und erkennen, was und wer ich bin und was in mir geschieht. Das können Sie als Außenstehende gar nicht wissen, sehen und erkennen. Ihr Doktoren- und Professorentitel ändert nichts an der Tatsache, dass Sie außen stehen und nur ich innen stehe und dass es sich um mein Inneres handelt, nicht um Ihres. Es ist mein Geist und meine Seele, um die es geht, nicht Ihr Geist und Ihre Seele. Mein Inneres, mein Geist und meine Seele gehören mir, nicht Ihnen. Deshalb habe auch nur ich das Recht, darüber zu verfügen. Was sie tun, ist eine Bevormundung, ein Eingriff in meine Persönlichkeitsrechte, der unrechtmäßig ist. Indem Sie behaupten, besser über mich Bescheid zu wissen als ich selbst, verletzen Sie meine Menschenrechte und meine Menschenwürde. Nur ich selbst weiß über mich Bescheid, niemand sonst, auch Sie nicht. Wenn Sie das bestreiten, verstoßen Sie gegen mein Recht auf Selbsterkenntnis und Selbstbestimmung. Ihr Doktoren- und Professorentitel bezieht sich nur auf äußeres Wissen über mich. Nur ich selbst verfüge über Innenwissen. Da es um mein Inneres geht, liegt die Kompetenz bei mir, nicht bei Ihnen, woran Ihr Doktoren- und Professorentitel nichts ändern kann.
 
Sie stellten mir schon vor Jahrzehnten aus Ihrem Unwissen über mich die falsche Diagnose einer "paranoiden Schizophrenie". Sind Sie sich darüber bewusst, was Sie mir damit an Leid antaten und zufügten? Sie haben mich damit lebenslänglich abgestempelt. Sie haben mich zu lebenslänglich "paranoid schizophren" verurteilt. Sie tun das Gleiche wie die gewöhnlichen Leute, wenn sie mich lebenslänglich abstempeln als "Verrückten" und damit ebenfalls zu lebenslänglich "verrückt" verurteilen. Der einzige Unterschied, der zwischen Ihnen und den psychiatrischen Laien besteht, ist der, dass Ihre Diagnose "paranoid schizophren" lautet und die der psychiatrischen Laien "verrückt". Im Grunde genommen bedeuten die Begriffe "paranoid schizophren" und "verrückt" das Gleiche. "Paranoid schizophren" differenziert das "Verrückt-Sein" nur ein wenig, ordnet das "Verrückt-Sein" nur in eine bestimmte Gruppe des "Verrückt-Seins" ein. Sonst besteht kein Unterschied zwischen den zwei Begriffen. Was Sie können, kann jeder Laie genau so gut: Menschen aus Unwissenheit lebenslänglich abstempeln und verurteilen. Ich bin nicht im Unterbegriff "paranoid schizophren" und bin auch nicht im Oberbegriff "verrückt!" bzw., wie Sie das "Verrückt-Sein" im Oberbegriff überschreiben: "psychotisch". Noch einmal: Ich bin nicht psychotisch und bin nicht paranoid schizophren!
 
 
 
Mit freundlichen Grüßen
Hans-Erich Kirsch
 
Anlage:
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Das ist der richterliche Unterbringungsbeschluss im Fall "Kurt Wunderlich".
 
Zu diesem richterlichen Beschluss
 
Der richterliche Beschluss war völlig unnötig. Man hätte ihn damals anfechten können als Rechtsbeugung. Denn die Diagnose"akute Schizophrenie" war falsch. Kurt Wunderlich war nicht akut schizophren, sondern hatte sich einfach schwer darüber aufgeregt, dass er sich seit Wochen seiner Freundin geistig, seelisch und körperlich annähern wollte, aber dabei sozusagen mit dem Kopf gegen eine Betonmauer anrannte. Es ist normal, dass der Mann sich seiner Freundin annähern will. Dass die Freundin jeden Annäherungsversuch wie eine Betonmauer total abblockte, war nicht normal. Darüber regte sich Kurt Wunderlich schwer auf, was ich wiederum als normal betrachte.
Auch die Behauptung im Beschluss, Kurt Wunderlich hätte u.a. seine Freundin mit dem Messer bedroht, ist so nicht richtig. So formuliert, meint man, er wäre mit dem Schlachtermesser auf sie losgegangen. In Wirklichkeit hatte er beim gemeinsamen Frühstück, mit dem Butterbrotmesser in der Hand, zu seiner Freundin gesagt: "Manchmal könnte ich dir den Hals abschneiden." Dies hatte er gesagt, hätte es aber niemals getan. Er hätte seiner Freundin niemals Gewalt angetan. Auch für niemanden sonst stellte er eine Bedrohung dar. Er war trotz seiner schweren Aufregung nicht außer Kontrolle. Die Einschätzung Dr. Engels oder der Polizei, es wäre Gefahr in Verzug, war eine Fehleinschätzung. Kurt Wunderlich stellte für niemanden, weder für andere noch für sich selbst, eine Gefahr dar. Er war ein harmloser, friedliebender Mann, der niemanden ernsthaft gefährdetete oder schädigte.
Die Reaktionen der Freundin, der Familie, der Polizei, der Ärzte und der Richterin, Kurt Wunderlich für gefährlich zu halten, war unbegründet. Ich bezeichne diese Reaktionen als paranoid, denn man hielt einen friedlliebenden, harmosen Mann für gefährlich, was für Kurt Wunderlich schwerwiegende Folgen hatte und ihm schwere seelische und körperliche Leiden bereitete.
 
Um diesen Kurt Wunderlich geht es in meinem dritten Buch "Schrei nach Liebe". In Kapitel 7 berichtet Kurt Wunderlich:
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Nachträgliche Berichtigung
 
Nicht die Notdienst habende Ärztin rief die Polizei, sondern Kurt Wunderlichs Freundin.
Der richterliche Beschluss wurde nicht schon bei Kurt Wunderlich daheim, sondern erst im Krankenhaus erwirkt.