Kein krankes Gehirn

 
Einer meiner Angehörigen ist der Meinung, ich wäre krank, weil ich ein krankes Gehirn hätte und ich müsste mit meiner Krankheit, deren Ursache mein krankes Gehirn wäre, leben bis zu meinem Tod. Daran wäre nichts zu ändern. Außerdem hätte ich mein krankes Gehirn geerbt. Die Krankheit in meinem Gehirn wäre genetischen Ursprungs, sie wäre eine Erbkrankheit. Wie dieser Angehörige von mir sahen es auch die Nazi-Ärzte. Sie entfernten ihren Euthanasie-Opfern die Gehirne, konservierten sie und untersuchten sie, um die Krankheit in den kranken Gehirnen zu finden. Vor der Euthanasielösung sterilisierten sie die Geisteskranken, weil auch sie davon überzeugt waren, dass Geisteskrankheiten Erbkrankheiten wären. Die Meinung meines Angehörigen stammt demnach aus der Nazizeit. Sie wird nicht nur von diesem Angehörigen von mir vertreten, sondern von vielen Menschen. Diese Meinung ist immer noch weit verbreitet. Sie ist leider immer noch die Meinung, welche die Mehrheit gegenüber "Geisteskrankheiten" und "Geisteskranken" hat.
Die heutige Psychiatrie ist diesbezüglich auch nicht viel weiter. Sie glaubt, sie meint, dass endogene Psychosen aus dem schizophrenen Formenkreis eine genetische Grundlage hätten. Diese genetische Grundlage müsse aber nicht durchbrechen. Sie käme nur durch, wenn im Leben des genetisch zur Krankheit Veranlagten bestimmte Auslöser hinzukämen, welche die in den Genen angelegte Krankheit zum Ausbruch brächten. Und wenn dies geschehe, d.h. wenn die genetisch angelegte Krankheit zum Ausbruch komme, dann würde im Gehirn des Erkrankten eine Stoffwechselstörung stattfinden. Es würde nämlich zu viel des Botenstoffs Dopamin ausgeschüttet und in den Gehirnzellen übertragen. Diese Stoffwechselstörung im Gehirn könne im akuten Fall nur medikamentös, d.h. mit Medikamenten aus der Gruppe der Neuroleptika, behandelt werden. Was die Psychiatrie behauptet, ist nicht bewiesen, es ist eine unbewiesene These. Die Psychiatrie ist eine materialistische, deterministische Wissenschaft, die sich an der Hirnforschung orientiert.
 
Ich bin selbst betroffener Psychiatrieerfahrener und habe nur schlechte Erfahrungen mit der Psychiatrie gemacht. Dies habe ich ja schon zur Genüge öffentlich in meinen Büchern und im Internet zum Ausdruck gebracht. Ich bin in einem langen Lernprozess zu der Ansicht gelangt, dass nur selbst Betroffene, so bezeichnete "psychisch Kranke", herausfinden können, was wirklich mit ihnen selbst los ist und was wirklich die Gründe und Zusammenhänge ihres Leidens sind. Das können nur sie selbst, niemand sonst, auch kein Arzt der Psychiatrie. Doch muss man als selbst Betroffener viel Fleiß und Intelligenz aufbringen, um auf diesem Weg Fortschritte zu machen.
Auch Lisa ist eine selbst betroffene Psychiatrieerfahrene. Sie hat sich in fünf YouTube-Videos zu unserem hier behandelten Thema geäußert. Es folgen die fünf Internetlinks, die zu diesen fünf YouTube-Videos von Lisa führen, zum Anklicken:
 
1. Video von Lisa:
 
2. Video von Lisa:
 
3. Video von Lisa:
 
4. Video von Lisa:
 
5. Video von Lisa:
 
 
Meine Gedanken zum 5. Video von Lisa:
 
Zu meiner Familie möchte ich mich nicht groß äußern. Würde ich viel über sie schreiben, wäre das, was ich schreibe, aus ihrer Sicht alles nicht wahr. Die Familie würde es so auslegen, dass meine Äußerungen über sie meinem kranken Kopf entsprungen wären und nichts mit der Realität zu tun hätten. Das wären dann alles nur kranke Hirngespinste aus meinem kranken Hirn. Für meine Familie bin und bleibe ich lebenslänglich psychisch krank. Da nützen alle meine Gegenargumente nichts. Darüber hat ja auch Lisa in ihrem 5. Video gesprochen. Ich will nur bemerken, dass es mir mit meiner Familie kaum anders ergeht als mit den Leuten: Ich fühle mich auch von meinen Angehörigen ignoriert, ausgegrenzt und isoliert. Vielleicht ist es auch gut für mich, dass meine Angehörigen mich meiden und in Ruhe lassen. Das Gleiche gilt wahrscheinlich auch für die Leute. Auch die Leute werden wohl auf meine Äußerungen über sie so reagieren wie meine Familie: "Das ist doch alles nicht wahr! Der hat einen Verfolgungswahn! Der ist doch krank im Kopf! Der hat ein krankes Gehirn!"
Gegenüber meiner Familie und den Leuten empfinde ich mal Liebe und mal Hass, je nachdem, ob ich aktuell positive oder negative Erfahrungen mache. Doch nehmen meine Hassgefühle immer mehr ab und meine Liebesgefühle immer mehr zu, da ich meinen Hass ausgedrückt, also aus meiner Seele hinausgeworfen und dadurch in meiner Seele Platz für meine Liebe gemacht habe.